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HIRNBOOGIE beendet das Jahr 2013

Liebe Leser, Das Jahr neigt sich dem Ende zu, und auch ich beende bis zum 31.12 des Jahres die schreibende Tätigkeit. Akku aufladen und kreative Energie sammeln ist die Jahresenddevise. Also sehen wir uns mit frischen Artikeln wieder am Anfang des Jahres 2014. Feiern Sie nett und besinnlich und verletzten Sie sich nicht bei Feuerwerksexperimenten. Ihr, Marcus Gruslinski

Redtube, Abmahnungen und Onanisten

Wenn Sie der Titel irritiert, na super! Sie glauben gar nicht wieviel Zusammenhang und Übereinstimmung in den drei Worten bestehen kann. Die Abmahnung die an Nutzer des Erotik-Portals Redtube versendet wurden halte ich persönlich ja für sowas von unwirksam, wie es überhaupt nicht anders sein kann. Grund 1 für die Unwirksamkeit ist die Tatsache, dass die Nutzer dieses Portals keinen Download betrieben haben, sondern die dort angebotenen Inhalte im sog. "Streaming"-Verfahren genutzt haben. Streaming bedeutet, das die angeforderte Datei an den Anforderungsrechner via schneller Datenleitung übermittelt wird, und nur für die Dauer der Nutzung abgespeichert wird. Eine "Anbietung", wie in sogenannten Filesharings, geschieht nicht. Ganz im Gegenteil, nutzen viele gleichzeitig dieses Portal, wird die Übermittlung immer langsamer, würde aber ein gleichzeitiges Anbieten (sog. feeden)  geschehen, müßten die Streams mit jedem zusätzlichen Nutzer schneller werden. Da aber viele...

Berlin und Ersatzverkehr auf der U7, oder.........auch die BVG beweist Humor!

Also Ersatzverkehr ist ja immer ein Ärgernis , aber für die Idee der BVG einen Ersatzverkehr einzurichten der die zu ersetzenden Bahnhöfe nichtmal anfährt, das ist so kreativ das ich es kaum beschreiben kann. Heute morgen stand ich unbescholten an der Haltestelle des 172er Busses und wartete, als plötzlich ein Bus an mir vorbeirauschte der folgende Ausschilderung hatte: "U7 Ersatzverkehr". Verwundert schaute ich mich um. Kurz vorher sah ich noch wie der Bus an der Ecke Fritz-Erler-Allee Ecke Lipschitzallee hielt, das sind immerhin 450 m zum Bahnhof Lipschitzallee. Als ich den 172er Bus bestieg fragte ich sgleich wo ich denn am schnellsten des Eratzverkehr der U7 erreichen könne, "Gleich hier anne Ecke an der nächsten Haltestelle", war die markante Antwort. Ich steig also in den Bus wo der Haltestellenanzeiger "U Johannisthaler Chaussee" anzeigte, auch diese Haltestelle war ca 500m vom U-Bhf entfernt! Und in dieser Tradition ging es fröhlich weiter, den...

Busfahrer, oh Busfahrer......

Lebt man in Berlin, so kommt man nicht umhin von Zeit zu zeit mal die öffentlichen Verkehrsmittel zu benutzen. Befindet man sich erstmal in ihnen, so wird einem klar, dass die körperliche Immunschule erstmal ne gründliche Nachhilfe erhält, und die letzte Tetanusspritze echt nötig war. Sauberkeit ist oft was anderes. Aber wie will man einen Gegenstand sauber halten der von mehr Menschen genutzt wird als ein Klo in einer Diskothek? Dem entgegen steht allein der Busfahrer der BVG in Berlin. Als Instanz in Sachen Superhyghiene setzt er Trends um kämpft jede noch so kleine Bakterie zu Boden. Schon vor einigen Jahren bemerkte ich immer wieder wie die Fahrer des "großen Gelben" ihren Fahrersitz vor Fahrtantritt mit einem Handtuch abdeckten. Gerade im Sommer hielt ich das für eine relativ gute Idee, gerade für die paranoiden Ausgaben der Wagenlenker im Nahverkehr. Aber der gewitzte Reinlichkeitsterror hat noch einen weiteren Auswuchs: den Handschuh! Gerne wird dieses Mode-Accesso...

Arztbesuch, Viren und Wartezimmer

Ich sitz beim Arzt, das Wartezimmer ist voll. Ich bin schwerst erkältet und leide, wie es sich für einen männlichen Vertreter der Menschenspezies gefälligst gehört. Und ich leide lautstark, nicht weil es so schlimm wäre, nein, es liegt an meinem sozialen Wesen,welches mich nötigt meine Umwelt teilhaben zu lassen. Und sie nimm teil, und zwar auf Teufel komm raus. Eine Frau quittiert meinen berühmten Solo-Huster mit einem nett gemeinten "Gesundheit". Ich erspare mir in Mode gekommene Knigge-Hinweise und bedanke mich artigst. Dann kommt ein Kommentar von der anderen Seite:"Ja, die beste Krankheit nützt nüscht!". Ich werfe gedanklich 2€ ins Phrasenschwein und weil es nun um mich herum immer voller wird, trete ich den geordneten Rückzug an und geht in das zweite Wartezimmer in Keller,das anscheinend nur ich kenne. Dort ist es ruhig und schön einsam. Warum gibt so einen Färbetest aus der Werbung für Zahnbelag nicht a...

ABBA - die Gefahr und der Segen des Comebacks

ABBA kommt wieder! So zumindest schreibt der Berliner Kurier am 11.11.2013 über eine mögliche Wiedervereinigung. Musikalisch wäre es zweifellos eine Sensation wenn man nochmal zusammen kommen würde. Aber wäre es für die Band persé ein Erfolg? In diesem Comeback liegt Potential, aber auch eine immense Erwartungshaltung? Was ist wenn der geneigte MOD (Middle of the Road)-Fan sich vom Comeback nicht befriedigt fühlt? Wenn die Auftritte nicht den Erwartungen entsprechen? Aber bei richtigem Marketing kann es zumindest komerziell ein Erfolg werden, was ja nicht automatisch damit zuammenhängt das es der Musikwelt einen Mehrwert beschert. Aber das ist wahrscheinlich komplett egal, denn die ABBA-Band hat einen Alterschnitt von 66 Jahren und somit über dem Renteneintrittsalter in Schweden, welches bei 65 Jahren liegt. Also ist es ja vielleicht ein Akt der Altersvorsorge. Aber am Ende hoffe ich das jeder "Mamma mia"-Fan nicht sein persönliches "Waterloo" erleben muß nur...

Wenn der mit dem Headset zweimal schreit....

Wenn ich eine tägliche Herausforderung habe, dann ist es die tägliche Arbeitsfahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und mit den darin gefangenen Menschen. Wenn die U-Bahn im dunklen Schlauch des U-Bahn-Tunnels verschwindet, vertreiben sich viele ihre Zeit mit ihren Handy oder Tablets. Dann sitzt eine ganze Bahn mit gesenktem Kopf in Trauerhaltung herum und Finger wischen auf kleinen Glasscheiben hin und her um virtuelle Farmen oder Firmen zu bewirtschaften oder Korrespondenz zu betreiben. Vor mir sitzt ein kräftiger Mann im Anzug und neben demselben steht ein Koffer-Trolley. Er greift zum Smartphone, wischt ein wenig hin und her um am Ende mit einem festen Fingertipp eine Aktion auszulösen. Als er beginnt zu sprechen weiß ich, dass er mit dem Fingertipp einen Anruf ausgelöst hat. Er telefoniert über sein Headset und tut das was alle Headset-Nutzer tun, er lehnt sich zurück, stützt sich auf ein Knie ab, drückt seinen Rücken durch und schaut leicht schräg nach oben, um zum Ausdruc...