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Schaltet endlich Twitter ab! (1) Die Einführung

 Spitze These oder Ausweg aus einem Dilemma? Twitter ist das Medium für ungefilterte und unmoderierte Meinung von jedem. Fluch und Segen. Das gibt es ja ganz oft in der Welt, dass Gut und Böse nah beieinander liegen. Jedoch ist die Waage, also das Verhältnis zwischen diesen Polen, wichtig für die Grundstimmung eines Mediums.  Alleine die Tatsache, dass ich nach Jahren den Drang verspüre wieder zu bloggen, und dazu noch über dieses Thema, spricht Bände. Twitter Link Warum bin ich für die Abschaltung von Twitter, obwohl mir total klar ist, dass das nie passieren wird? Es geht mir um kein spezielles Ziel, es geht um Umstände und Gegebenheiten, die mich stören, die mein Empfinden empfindlich angreifen. Ist mein Empfinden als "alter weißer Mann" überhaupt gefragt? Müssen meine Gefühle zurückstehen? Sind sie gleichberechtigt? All diese offenen Fragen, verbunden mit einem Gefühl der Unsicherheit, bewegen mich dieses Projekt "Twitterabschaltung" in einem Blog zu verarbeiten...

Schaltet endlich Twitter ab! (2) Die Mechanismen

 Jede Sache hat Mechanismen, so auch soziale Medien. Auch wenn sich die sog. "sozialen" Netzwerke so nennen, so sind sie nicht immer so sozial. Da kann es auch ordentlich zur Sache gehen. Diskussionen sind gut und gewollt, nur leider gibt es im Internet keine kontrollierende Instanz. Ich verweise mal auf meine Einführung in Teil 1, wo ich bemerkte, dass Fluch und Segen in einer Art Waage durchaus funktionieren können.  Die meisten sozialen Netzwerke sind ja quasi Siedetöpfe von Meinungen, und das führt zu Differenzen. Aus Diskussionen erwachsen ja dann schon rigide Kommunikationsformen.  1. Strategie - jeden schlecht dastehen lassen Eine verhältnismäßig einfache Strategie, denn sie besteht nur daraus, die Meinungsgegner*innen gewollt falsch zu verstehen, die Aussagen entweder vollständig oder teilweise herauszukopieren und mit eigenen Kommentaren zu versehen, oder gleich ganze Tweets zu kopieren und erneut zu verbreiten. Für diese Form der Bewertungen ist kein Korrektiv o...

Politikverdrossenheit hat Gründe...und keiner beschäftigt sich damit

Bevor ich in das Thema einsteige, möchte ich mal gleich klarstellen, dass ich die Gründe die ich anführe aus einem Gefühl, einem Empfinden, darstelle - das hier hat nicht den Charakter einer diplomesken Arbeit. Das will dieser Blog auch nicht erreichen.  Um Politikverdrossenheit kennenzulernen und zu erleben muß man nicht sehr weit reisen, man muss nur seine eigene Umgebung beobachten.Wie oft kommt man da auf Aussagen wie z.B.: "..die da oben.." - "..bei Politik im TV schalte ich weg..." - "..darum kümmere ich mich schon lange nicht mehr" etc. Das ist für die heutige Politik zu gleichen Teilen nützlich und traurig. Nützlich, weil die Politiker sich kaum noch mit Argumentationen ihrer Ziele und Forderungen beschäftigen müssen, denn es verfolgt ja eh kaum jemand, und traurig weil das Regelungsmoment der Demokratie, d.h. der Widerstand gegen politische Vorhaben, komplett oder zumindest teilweise wegfällt oder irgendwo verpufft.  Aus meiner ganz menschlich...

Ich werde (wieder) Radfahrer...

Ja, nun hat es auch mich erwischt...ich habe mir ein Fahrrad gekauft. Mit 45 sieht man an sich herunter und denkt: hier muß was passieren! Als Berliner kann man ja in kurzer Zeit die Fahrradmesse in Kreuzberg und die VeloBerlin besuchen, was ich auch tat. Ergebnis: Bergamont N330 Trekkingrad. Tag 1: Samstag, Velo Berlin. Ich fahre einige Sachen aus reinem Interesse, z.B. hochwertige eBikes,  tolle Liegeräder und konventionelle Fahrräder. Das am Stand von "Das Radhaus" entdecke ich das o.g. Trekkingrad. Es ist von 1399 € auf 999 € heruntergesetzt. Die Probefahrt ist super. Nach einem Rundgang fällt mir ein, genau dieses Rad woanders noch günstiger gesehen zu haben...also zurück zum Stand, Onlinepreis vorgezeigt und ohne große Gegenwehr bekomme ich den niedrigen Preis. Am Ende sind es 899 €. Zur Sicherheit zahle ich 50€ an. Tag 2: Rein zur Messe. Ich suche noch bei Abus einen passenden Helm und ein Schloß. Helm findet sich, beim Schloß werden wir uns nicht einig...

BVG, das Ticket und "die Leude"

Ich liebe Berlin über alles. Und das nur, weil alles immer weiter ins Verrückte abgeleitet. Ich wollte ein Schülerticket für mein Kind besorgen, damit er endlich per Monatskarte zur Schule fahren kann.  Ich komm also in dieses Büro der BVG und vor mir sind Sie,  die beiden Alten aus der Muppetshow... Waldorf und Statler,  und das bei der Berliner BVG! Einträchtig sitzen Sie nebeneinander, gleich gekleidet in Uniform. Obwohl Uniform, naja es ist ja eh eher eine Dienstkleidung, aber der eine hat sich die Hosenbeine bis zum Knie hochgekrempelt, und der andere hat die Schuhe komplett weggelassen und läuft barfuß. "Det is nu'mal so.  Da kann ick nüscht für 'se tun.. ". Eine wahre Offenbarung dieser unverfälschte Berliner Dialekt der mir da entgegenwallt. Unverfälscht und roh trifft er meine Gehörknochen. "Der Ausweis ist bis Ende Februar jültick, länger kann ick ihren dann ooch nich'  ausstellen.", soso denke ich, hart aber fair gibt es nicht nur mi...

Berlin Wahl 2016 oder: der Wähler als Gefangener in der Entscheidungsfindung

Berlin wählt. Also demnächst. Bald. Gott ist das noch lange hin..... Aber immerhin kann ich mich ja anhand von Wahlplakaten informieren wofür so ein Kandidat steht, oder wofür er nicht steht. Haben Sie das mal probiert? Also entweder man trifft auf ein Plakat der CDU wo sich 2 Nilpferde anschauen. Was soll mir so ein Bild sagen? Ich sollte mal wieder in den Zoo? Nilpferde stehen für Stärke? Warum dann kein Elefant als Symbol? Weil der Rüssel ein Phallus-Symbol darstellen könnte und sich somit Feministinnen angegriffen fühlen könnten? Was mir auffiel ist, dass die Fotos der Kandidaten auffällig schlecht bearbeitet wurden. So schlecht, das man Sabotage durch andere Parteien nicht ausschließen kann. O mein Gott (für die Generation WhatsApp --> OMG!) , es wird nicht besser. Die SPD will einen Personality-Wahlkampf aufziehen, mit Müller....da würde als Wortwitz ja schon fast genügen, aber da geht ja noch was. Müller fährt mal Rolltreppe oder schaut einen lächelnd über das Plakat ...

Hörspiel-Serie auf Spotify, diesmal: Mord in Serie

Spotify schafft es immer wieder Hörspiel-Serien in ihr Portfolio einzureihen. Ich persönlich bin ja großer Hörspiel-Fan und immer mal wieder bereit eine neue Serie auszuprobieren. Ich zwinge mich immer dazu mehr als eine Folge zu hören, denn die Beurteilung eines Buches sollte ja auch nicht auf den ersten 5 Seiten stattfinden. Mord in Serie war eine der Serien, welche mir den Einstieg wirklich leicht gemacht hat. Bei dieser Serie gibt es keinen Stamm von festen Darstellern, sondern die Serie besteht aus einer Geschichtsreihe mit wechselnder Besetzung. Hierbei werden viele moderne Themen und Anleihen in Stories verwandelt. Da werden mal Shades-of-Grey-Anleihen genommen, oder mal das Thema "Social Media" inklusive der Gefahren verwurstet. Aber es wird viel mehr erzählt. Ich höre am liebsten mit Kopfhörern um weit in die Geschichte eintauchen zu können und dem Kopfkino freien Lauf zu lassen. Denn darum geht es für mich beim Hörspielgenuss, die visuelle Beeinflussung abzusch...